Das MiniMed Paradigm® Veo™ System
Kontinuierliches Glukosemonitoring
Häufig gestellte Fragen

Insulinpumpe

Wie klein ist die MiniMed Paradigm Insulinpumpe?
Die MiniMed Paradigm VEO Insulinpumpe Modell 554 ist die kleinste Insulinpumpe mit vollem Funktionsumfang von Medtronic Diabetes und so groß wie ein kleines Mobiltelefon. Sie misst nur ca. 5 x 7,6 x 2 cm. Das Modell 754 ist 1,5 cm länger als das Modell 554. Ihre genauen Maße sind ca. 5 x 9,1 x 2 cm.

Wie leicht ist die MiniMed Paradigm Insulinpumpe?
Die MiniMed Paradigm VEO Insulinpumpe Modell 554 wiegt mit befülltem Reservoir nur 100 g, die MiniMed Paradigm VEO Insulinpumpe Modell 754 lediglich 108 g. Beide Pumpen sind damit so leicht wie ein Mobiltelefon.

Wie groß sind die Reservoire der MiniMed Paradigm Insulinpumpen?
Die MiniMed Paradigm Insulinpumpe VEO Modell 554 hat ein Reservoir von maximal 176 Einheiten (I.E.) und ist daher geeignet für einen Bedarf von bis zu 50 Einheiten Insulin pro Tag. Damit bietet das Modell 554 den Vorteil einer kleinen Insulinpumpe mit einer Reservoirgröße, die für die meisten Patienten geeignet ist. Das größere Reservoir des Modells 754 ist mit 300 Einheiten (I.E.) geeignet für einen Bedarf von mehr als 50 Einheiten Insulin pro Tag. Mit der MiniMed Paradigm VEO Insulinpumpe Modell 754 können Sie beide Reservoirgrößen nutzen – das Reservoir für 1,76 ml (MMT-326A) oder für 3,0 ml (MMT-332A). Bitte beachten Sie, dass sich der Bedarf an Insulin über die Zeit verändern kann, insbesondere während der Schwangerschaft oder in der Pubertät. Aus diesem Grund empfehlen wir Ihnen, sich bei der Wahl des geeigneten Reservoirs von Ihrem Diabetes-Schulungsteam beraten zu lassen.

Worin besteht der Unterschied zwischen den MiniMed Paradigm Insulinpumpen VEO Modell 554 und Modell 754?
Beide Modelle der MiniMed Paradigm VEO Insulinpumpe (554 und 754) bieten die gleichen Funktionen und Möglichkeiten, sie unterscheiden sich lediglich in der Größe ihrer Reservoire: Die MiniMed Paradigm VEO Insulinpumpe 754 kann sowohl mit dem 3 ml-Reservoir (MMT-332A) für 300 Einheiten Insulin als auch mit dem 1,76 ml-Reservoir (MMT-226A) für 176 Einheiten Insulin verwendet werden. Die MiniMed Paradigm VEO Insulinpumpe Modell 554 kann dagegen nur mit dem 1,76 ml-Reservoir befüllt werden.

Wie kann ich feststellen, welche MiniMed Paradigm Insulinpumpe für mich geeignet ist?
Wir empfehlen Ihnen, sich bei der Wahl der geeigneten MiniMed Paradigm Insulinpumpe von Ihrem Diabetes-Schulungsteam beraten zu lassen, um die von Ihnen benötigten Insulin-Einheiten korrekt zu berücksichtigen. Wir haben die MiniMed Paradigm 754 Insulinpumpe für Patienten mit einem höheren bzw. steigenden Insulin-Bedarf entwickelt, speziell für mehr als 50 Einheiten täglich. Die MiniMed Paradigm Insulinpumpe 754 kann sowohl mit dem 3 ml-Reservoir (MMT-332A) für 300 Einheiten Insulin als auch mit dem 1,76 ml-Reservoir (MMT-326A) für 176 Einheiten Insulin verwendet werden. Sollten sich Ihre Lebensumstände zum Beispiel durch eine Schwangerschaft oder auch durch die Pubertät ändern, bietet Ihnen die Vergrößerung oder Verkleinerung des Reservoirs die notwendige Flexibilität. Wenn Sie also zurzeit mehr als 50 Einheiten Insulin täglich benötigen, sollten Sie wegen ihres größeren Reservoirs die MiniMed Paradigm Insulinpumpe 754 verwenden. Die MiniMed Paradigm Insulinpumpe 554 kann unser 1,76 ml-Reservoir für 176 Einheiten Insulin aufnehmen. Sie ist ideal für Betroffene, die weniger als 50 Einheiten Insulin pro Tag benötigen. Und diese Insulinpumpe ist die beste Wahl, wenn ein Maximum an Diskretion gewünscht wird, weil sie das kleinste und leichteste Mitglied der Familie der MiniMed Paradigm Insulinpumpen ist.

Wie groß sind die Programmierschritte für die Basalraten bei der MiniMed Paradigm Insulinpumpe?
Mit der MiniMed Paradigm VEO Insulinpumpe können die Basalraten in 0,025-IE-Schritten programmiert werden - für eine exakte Dosierung bei geringem Insulinbedarf.

Welche Infusionssets sind für die MiniMed Paradigm Insulinpumpen verfügbar?
Wir bieten ein breit gefächertes Angebot an Infusionssets für die Verwendung mit den MiniMed Paradigm Insulinpumpen an. Jedes Infusionsset mit Softkanüle kann mit einer Einführhilfe (sog. Serter) sicher, schnell, leicht und nahezu schmerzlos insertiert werden. Mehr Informationen erhalten Sie hier6.

Wenn ich eine MiniMed Paradigm Insulinpumpe erhalte, welches Infusionsset erhalte ich dann?
Im Lieferumfang der Paradigm Insulinpumpen sind je zwei Infusionssets enthalten.

Kann ich schwimmen oder Baden, wenn ich die MiniMed Paradigm Insulinpumpe trage?
Nein, die Insulinpumpe ist gegen Spritzwasser oder vor versehentlichem Eintauchen in Wasser geschützt. Wenn Sie schwimmen oder Aktivitäten in der Nähe von Wasser ausüben möchten, sollten Sie daher die MiniMed Paradigm Insulinpumpe vorübergehend ablegen. Dank der abkoppelbaren Infusionssets von Medtronic geht dies ganz einfach. Wenn Sie regelmäßig schwimmen möchten oder andere Aktivitäten ohne Insulinpumpe planen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt darüber, wie Sie in dieser Zeit Ihren Diabetes kontrollieren können.

Wie entscheide ich, welches Set richtig für mich ist?
Informationen über alle Infusionssets finden Sie unter der Rubrik “Infusionssets7”. Im Rahmen der Insulinpumpenschulung haben Sie die Möglichkeit weitere Infusionssets kennen zu lernen und gemeinsam mit dem Diabetes-Schulungsteam das für Sie am besten geeignete Infusionsset auszuwählen.

Wie viele Daten des kontinuierlichen Glukosemonitorings (CGM) kann die Insulinpumpe speichern?
Die Insulinpumpe speichert die Daten der letzten 90 Tage, die ausgelesen und ausgewertet werden können.

Können Magnetresonanz- oder Röntgengeräte das System stören?
Wenn Sie mit Geräten untersucht werden müssen, die mit Strahlung arbeiten (Röntgengeräte, Computertomographen (CT) oder andere Geräte), sollten Sie vorher Ihre Insulinpumpe, den Transmitter und auch den Glukosesensor ablegen und aus dem Strahlenbereich entfernen.

Kann das MiniMed Paradigm® VEO oder REAL-Time System durch Computer, Mobiltelefone oder Kontrollgeräte an Flughäfen gestört werden?
Das MiniMed Paradigm® VEO oder REAL-Time System wurde so konstruiert, dass es durch elektromagnetische Störungen und auch durch die Sicherheitssysteme an
Flughäfen nicht beeinträchtigt wird. Der Monitor und der Transmitter senden Informationen per Funk an die Insulinpumpe. Andere Geräte auf Hochfrequenz-Basis, wie z.B. Mobiltelefone, schnurlose Telefone oder WLan-Netze, können die Kommunikation zwischen Insulinpumpe und Glukosesensor bzw. Transmitter stören. Diese Interferenz verursacht jedoch keine fehlerhaften Daten und schädigt auch nicht Ihre Insulinpumpe oder das Messgerät. Durch Entfernen oder Ausschalten dieser Geräte wird die reibungslose Kommunikation zwischen Insulinpumpe und Glukosesensor bzw. Transmitter wieder hergestellt.


Kann ich das MiniMed Paradigm® VEO System oder REAL-Time System im Flugzeug benutzen? Muss ich die Funk-Übertragung während des Fluges ausschalten?
Internationale Standards und die Regelungen der „U.S. Federal Communications Commission (FCC)” fordern das Ausschalten von Funk-Geräten. Daher müssen Sie während eines Fluges den Transmitter vom Glukosesensor abkoppeln. Die Insulinpumpe können Sie jedoch weiterbenutzen. Es ist nicht ausreichend, nur die CGM-Funktion an der Insulinpumpe auszuschalten, denn der Transmitter wird auch weiterhin Daten über Funk übertragen und muss vom Glukosesensor abgekoppelt werden, um die Datenübertragung zu beenden. Während eines Fluges sollten Sie daher Ihre Glukosewerte manuell bestimmten, in dem Sie ein Standardmessgerät verwenden. Beim Auslesen der Daten und Auswerten der Protokolle erhalten Sie den Hinweis auf eine „Daten-Lücke“ für diesen Zeitraum.


Wie kann ich die Daten-Übertragung vom Transmitter zur Insulinpumpe unterbrechen?
Der Transmitter beginnt mit der Datenübertragung, sobald er mit dem Glukosesensor verbunden wird. Der Transmitter überträgt auch dann Daten, wenn die CGM-Funktion an der Insulinpumpe ausgeschaltet ist. Sie sollten daher den Glukosesensor vom Transmitter abkoppeln. Der Glukosesensor kann dabei weiterhin insertiert bleiben.


Alarme

Kann ich die Anzahl der Alarme reduzieren?
Ja, Sie können die Anzahl der Alarmmeldungen, die Sie bekommen, reduzieren, indem Sie Ihre Benutzereinstellungen ändern. Zum Beispiel können Sie die Schwellen für Alarme bei hohen oder niedrigen Glukosewerten so verändern, dass sie für Sie geeignet sind. Ergänzend können Sie den Alarm für hohe Werte abschalten, wenn Sie bereits wissen, dass Ihr Glukosewert ansteigen wird. Ein anderes Beispiel ist die Anpassung der Zeitdauer des „Schlummer-Alarms“, so dass Sie weniger Erinnerungsmeldungen erhalten. Andere Alarme können vermieden werden, indem Sie handeln, bevor sie eintreten – zum Beispiel, indem Sie das Gerät regelmäßig kalibrieren und mit dem Transmitter innerhalb des Aktionsradius der Insulinpumpe von zwei Metern bleiben, so dass die Synchronisation nicht unterbrochen wird. Sie werden auch weiterhin Alarmmeldungen erhalten, aber es ist wichtig zu wissen, dass jeder Alarm einem bestimmten Zweck dient und einen besonderen Anlass hat. Sie sollten in jedem Fall die Anzahl und die Art der Alarme beobachten, so dass Sie die Insulinpumpe feiner einstellen und Ihre Therapie optimieren können.


Wie laut sind die Alarme? Ich habe einen tiefen Schlaf – werde ich davon aufwachen?
Die Alarmfunktion ist laut genug, um Sie zu wecken, damit Sie reagieren können. Die Lautstärke beträgt mehr als 50 Dezibel in einem Abstand von einem Meter.


Manchmal, wenn ich einen Blutzuckerwert eingebe, erhalte ich die Meldung „KAL FEHLER“ Was ist ein „KAL FEHLER“ und was muss ich dann tun?

Ein „KAL FEHLER“ tritt auf, wenn ein Blutzuckerwert erheblich vom Messwert aus dem kontinuierlichen Glukosemonitoring (CGM) abweicht. Dafür kann es drei Gründe geben:

  1. Wenn der Wert ungenau ist, oder es eine lange Verzögerung zwischen der Blutentnahme und der Eingabe in das CGM System gibt, oder wenn Sie mehr als einen Blutzuckermesswert zur Kalibrierung verwenden.
  2. Wenn Sie kalibrieren, während sich Ihr Glukoseverlauf schnell ändert – zum Beispiel nach einer Mahlzeit.
  3. Wenn der Sensor nicht ordnungsgemäß arbeitet.

Wenn Sie die Fehlermeldung „KAL FEHLER“ erhalten, sollten Sie zunächst 15 Minuten warten (oder länger, wenn sich der Glukoseverlauf gerade schnell ändert), bevor Sie mit einem neuen Blutzuckerwert kalibrieren. So schließen Sie aus, ob der erste Wert korrekt war oder nicht. Wenn sich Ihr Glukoseverlauf gerade schnell ändert, sollten Sie mit der Kalibrierung etwas warten, bis sich der Glukosewert stabilisiert hat, so dass keine weitere Fehlermeldung auftritt. Wenn auch der neue Blutzuckerwert sehr von dem Glukosewert der CGM-Messung abweicht, sollte der Glukosesensor ausgetauscht werden. In diesem Fall wird der Monitor eine Sekunde lang erneut die Meldung „KAL FEHLER“ anzeigen, danach erscheint die Meldung „SENSOR ENDE“ . Wenn diese auftritt, sollte ein neuer Sensor gelegt werden.



Ich benutze das MiniMed Paradigm VEO System / das MiniMed Paradigm REAL-Time System und erhalte manchmal die Meldungen „SIGNAL SCHWACH“ bzw. „KEIN SENSOR. Was bedeutet das?
Um Signale zu empfangen, müssen sich Transmitter und Insulinpumpe innerhalb einer Reichweite von zwei Metern befinden. Außerhalb dieses Bereichs verlieren Sie das Signal. Bei zu geringem Abstand können bestimmte Geräte wie zum Beispiel Mobiltelefone, schnurlose Telefone, Fernseher oder Radios das Transmitter-Signal stören. Wenn das Signal für mehr als 45 Minuten nicht empfangen werden kann, erhalten Sie eine „KEIN SENSOR“-Meldung.


Kalibrierung

Ersetzt das MiniMed Paradigm® VEO System oder REAL-Time System Blutzuckermessungen?
Nein. Sie benötigen auch weiterhin Ihre Blutzuckerwerte, um die Werte des kontinuierlichen Glukosemonitorings (CGM) zu bestätigen und das CGM System vor Beginn der Therapie zu kalibrieren. Die FDA hat das MiniMed Paradigm® REAL-Time System „konservativ“ zugelassen, so dass Blutzuckermessungen auch weiterhin erforderlich sind.


Warum muss ich das System kalibrieren?
Wenn Sie eine Uhr kaufen, müssen Sie zunächst die Uhrzeit einstellen. Bei Glukosesensoren ist dies ähnlich: Um den Glukosesensor zu starten, müssen Sie zunächst einen Blutzuckerwert als Ausgangswert eingeben. Wie bei einer Uhr müssen Sie dann gelegentlich den Glukosesensor anpassen. Hierfür sind zwei Blutzuckerwerte am Tag erforderlich, einmal alle 12 Stunden. Damit gleichen Sie den Glukosesensor mit dem Blutzuckerwert ab, so dass das kontinuierliche Glukosemonitoring (CGM) Ihrem Blutglukoseverlauf entspricht.


Wie oft muss ich das System kalibrieren?
Das MiniMed Paradigm® VEO oder REAL-Time System muss mindestens zweimal täglich (einmal alle 12 Stunden) kalibriert werden. Hierfür geben Sie jeweils einen Blutzuckerwert in die Insulinpumpe ein. Für ein optimales Ergebnis sollten Sie das System drei- bis viermal am Tag zu Zeiten kalibrieren, in denen der Glukoseverlauf relativ konstant ist.


Arbeitet der Glukosesensor genauer, wenn ich häufiger kalibriere?
Nicht unbedingt. Optimal ist eine Kalibrierung drei- bis viermal am Tag. Sie sollten die Kalibrierungen so über den Tag verteilen


Wann sollte ich kalibrieren?
Am besten sollten Sie kalibrieren, wenn Ihr Glukoseverlauf relativ konstant ist. Wir empfehlen ein regelmäßiges Schema, zum Beispiel beim Aufwachen, vor einer Mahlzeit, oder vor dem Zubettgehen. Versuchen Sie einen Zeitpunkt am Tag zu finden, an dem Ihr Glukoseverlauf stabil ist. Kalibrieren Sie also nicht innerhalb der ersten Stunde nach einer Mahlzeit, sondern vor dem Essen, da dann der Glukoseverlauf konstanter ist.


Glukosesensoren

Was muss ich bei der Lagerung der Glukosesensoren beachten?
Die Glukosesensoren sind für Temperaturbereiche von 2° C bis 27° C ausgerichtet und sollten nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.
Sollte der Sensor versehentlich direkter Sonneneinstrahlung, extremer Hitze oder auch extremer Kälte ausgesetzt werden, sollten Sie den Glukosesensor nicht mehr verwenden.
Vor der Insertion sollte der Glukosesensor Raumtemperatur annehmen – dies kann bis ca. 15 Minuten dauern, je nachdem, bei welcher Temperatur der Sensor gelagert wurde.


Ersetzt das kontinuierliche Glukosemonitoring punktuelle Blutzuckermessungen?
Nein. Patienten und Fachpersonal haben viel Erfahrung mit der Blutzuckermessung; für das kontinuierliche Glukosemonitoring mit dem VEO System oder REAL-Time System sammeln wir diese Erfahrung seit einiger Zeit. Das diabetische Fachpersonal beginnt intensiv, sich mit dieser neuen Therapie-Option zu befassen. Daher ist es wichtig, dass Sie auch weiterhin Blutzuckerselbstmessungen durchführen, um die Sensorwerte vor Beginn der Therapie zu bestätigen, zumal das REAL-Time System zur kontinuierlichen Glukosemonitoring (CGM) von der FDA als Ergänzung zur Blutzuckermessung zugelassen wurde. Diese Zulassung setzt die Blutzuckerselbstmessung zur Therapieanpassung und zur Kalibrierung des Systems voraus. Es ist wichtig, den Nutzen des Systems zum kontinuierlichen Glukosemonitoring zu erkennen: Das System hilft Ihnen zu erkennen, wann der beste Zeitpunkt für die Blutzuckerselbstmessung ist. Ein weiterer Vorteil des kontinuierlichen Glukosemonitorings ist, dass Ihnen jederzeit wichtige Informationen über aktuelle Glukose-Messwerte und –Trenddiagramme zur Verfügung stehen, anhand derer Sie zur Problem-Vermeidung proaktiv Maßnahmen ergreifen können. Aktuelle Glukose-Trendpfeile weisen auf die Richtung und Stärke der Änderungen der Glukosewerte hin. Mit der Verlaufsdarstellung wird es Ihnen möglich, bisher unerkannte Hypo- und Hyperglykämien aufzudecken und so Ihr Diabetes-Management zu verbessern.


Wie lange ist der Glukosesensor haltbar? Gibt es ein Verfallsdatum?
Glukosesensoren haben ein Haltbarkeitsdatum von sechs Monaten nach Herstellung. Das Haltbarkeitsdatum finden Sie außen auf dem Umkarton und auf jeder Einzelverpackung der Glukosesensoren.


Soll ich Blutzuckerwerte oder die Werte aus dem kontinuierlichen Glukosemonitoring (CGM) in den BolusExpert eingeben?
Sie sollten die Blutzuckerwerte in den BolusExpert eingeben. Therapieentscheidungen sind auf Basis der Blutzuckerwerte zu treffen.


Infundiert der Glukosesensor Insulin?
Der Glukosesensor misst die Glukosewerte in der Zwischenzellflüssigkeit des Unterhautfettgewebes und infundiert kein Insulin. Auch die Insulingabe durch die Insulinpumpe wird durch die Messung nicht automatisch veranlasst. Das Insulin wird über ein herkömmliches Infusionsset appliziert, dass ungefähr 5 cm von der Insertionsstelle des Glukosesensors entfernt angelegt werden sollte. Der BolusExpertTM liefert Bolusvorschläge für die über den Tag benötigten Insulingaben, nachdem Sie zur Kalibrierung einen Glukosewert aus einer herkömmlichen Blutzuckerselbstmessung eingeben haben.


Was ist ein Glukosesensor?
Der Glukosesensor ist eine winzige Elektrode, die bis zu 144 Stunden getragen werden kann. Nach einer zweistündigen Bereitstellungsphase misst der Glukosesensor die Glukosewerte in der Zwischenzellflüssigkeit, in der die Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen wie der Glukose versorgt werden. Der Glukosesensor wird entweder durch den Patienten selbst, oder durch Diabetes-Schulungsteams in das Unterhautfettgewebe mit Hilfe der automatischen Insertionshilfe Sen-serter® eingeführt. Wie bei den zahlreichen Infusionssets wird der Glukosesensor über eine Nadel eingeführt, aber diese wird entfernt und die winzige, weiche Elektrode verbleibt direkt unter der Haut. Dann wird der Glukosesensor mit dem Transmitter verbunden, so dass die Messwerte vom Glukosesensor auf Ihre Insulinpumpe übertragen werden können.


Muss ich wegen der möglichen Abweichung zwischen Sensorglukose und Blutzuckerselbstmessung besonders aufpassen oder beunruhigt sein?
Nein. Wichtig sind neben den aktuellen Werten die Trend-Informationen, die Sie mit den VEO oder REAL-Time -Systemen erhalten. Auch wenn die Blutzuckerwerte bisher der Standard für die Diabetes-Therapie waren, sollten Sie beachten, dass diese Messwerte variieren können. So ist es zum Beispiel unwahrscheinlich, dass zwei aufeinander folgende Blutzuckermessungen übereinstimmen. Die Chancen stehen also schlecht, wenn Sie die Werte aus zwei verschiedenen Messungen miteinander vergleichen. Perfekt zusammenpassende Werte - gleichgültig, ob sie aus der Blutzuckermessung oder dem CGM System stammen - sind eher unwahrscheinlich. Sollten Ihre Werte aus der Sensormessung stark von den Werten aus der Blutzuckerbestimmung abweichen, kann es sein, dass Ihr Glukoseverlauf stark schwankt. Es kann aber auch sein, dass Sie eine Stunde, nachdem Sie etwas gegessen haben, feststellen, dass der Glukosewert des Sensors und der aus der Blutzuckermessung wesentlich besser übereinstimmen. Der Vorteil des kontinuierlichen Glukosemonitorings ist, dass Ihnen jederzeit wichtige Informationen über aktuelle Glukose-Messwerte und -Trenddiagramme zur Verfügung stehen, anhand derer Sie zur Problem-Vermeidung proaktiv Maßnahmen ergreifen können. Aktuelle Glukose-Trendpfeile weisen auf die Richtung und Stärke der Änderungen der Glukosewerte hin. Mit der Verlaufsdarstellung wird es Ihnen möglich, bisher unerkannte Hypo- und Hyperglykämien aufzudecken und so Ihr Diabetes-Management zu verbessern.