Leben mit einer Pumpe

Diabetes und Alkohol

Viele Menschen mit Diabetes genießen einen aktiven Lebensstil. Ob es um das Ausgehen mit Freunden, das Essen von Snacks oder um den gelegentlichen Genuss eines alkoholischen Getränks geht – es ist dabei wichtig vorbereitet und pro-aktiv mit dem Diabetes umzugehen.
 
Beim Thema Alkohol muss man die Auswirkungen kennen, die Alkohol auf die Blutzuckerwerte haben kann, um den Bedarf des Körpers an Insulin und Kohlenhydraten unter dem Einfluss von Alkohol zu verstehen. 

SEITEN HIGHLIGHTS

  • Erfahren Sie mehr über die Auswirkungen von Alkohol auf Ihre Blutzuckereinstellung
  • Lesen Sie den Erfahrungsbericht von Pumpennutzerin Aude
  • Entdecken Sie, wie eine Insulinpumpe das Diabetes-Management erleichtern kann

Aude, Nutzerin einer Insulinpumpe

Einige alkoholische Getränke enthalten ziemlich viel Zucker und machen es schwierig, gute Blutzuckerwerte beizubehalten. Die Wirkung von Alkohol senkt dann im weiteren Verlauf den Blutzucker und kann aber gleichzeitig die Symptome einer Unterzuckerung verdecken. Meine Insulinpumpe ermöglicht es mir, ein paar Drinks mit meinen Freunden zu genießen und dabei die Kontrolle über meine Blutzuckerwerte zu haben.

- AUDE

Die Blutzuckerwerte unter Kontrolle halten

Schon während und auch nach dem Essen werden die Kohlenhydrate bis zur Glukose gespalten, die den Körper mit der nötigen Energie für tägliche Aktivitäten versorgt. Insulin benötigt der Körper, um die Glukose aus dem Blut in die Zellen zu überführen. Dieses Insulin wird normalerweise in der Bauchspeicheldrüse produziert.
 
Produziert die Bauchspeicheldrüse kein Insulin, bleibt die Glukose im Blut und die Zellen ohne Energie. Je höher der Glukosespiegel im Blut ist, umso mehr akute Diabeteszeichen und -symptome verursacht er. Bei der Behandlung des Diabetes müssen viele Faktoren berücksichtigt werden – darunter Blutzuckerkontrolle, Kohlenhydrataufnahme, körperliche Aktivitäten und Insulinbedarf – um eine gute Blutzuckereinstellung sicherzustellen und das Risiko von Folgeerkrankungen zu verringern.
 
Alkohol kann die Blutzuckerwerte verändern und möglicherweise das Risiko für Unterzuckerungen erhöhen. Dies ist abhängig vom Zucker- und dem Alkoholgehalt des Getränks.Daher ist es wichtig, den Blutzuckerspiegel vor, während und nach dem Genuss von Alkohol zu messen. 
 
Von einer Hypoglykämie („Hypo“oder „Unterzuckerung“) spricht man, wenn die Blutzuckerwerte unter 3,5 mmol/l gesunken sind (individuelle Unterschiede möglich). Eine Hypoglykämie kann leicht ausgeprägt sein: Der Betroffene spürt die Symptome und ergreift selbst Gegenmaßnahmen in dem er einen kohlenhydrathaltigen Snack oder ein Getränk zu sich nimmt. Eine schwere Hypoglykämie macht die Hilfe Dritter notwendig und muss möglicherweise im Krankenhaus behandelt werden.
 
Es kann eine Herausforderung sein, das HbA1c-Ziel zu erreichen und gleichzeitig das Hypoglykämie-Risiko zu minimieren. Wenn man aber die Bedürfnisse des Körpers kennt und gelernt hat wie man Blutzuckerwerte im Zielbereich halten kann, ist es möglich gut mit dem Diabetes umzugehen.


HbA1c: Eine wichtige Messgröße für die Qualität des Diabetesmanagements sind die durchschnittlichen Blutzuckerwerte der vergangenen zwei bis drei Monate, um die Blutzuckereinstellung einzuschätzen.

Was kann ich als Typ 1 Diabetiker also tun, um meine Einstellung besser im Griff zu haben, wenn ich ein alkoholisches Getränk zu mir nehme? 

Diabetes, Alkohol und Insulinpumpen 

Um mit der Herausforderung zurechtzukommen, eine bessere Einstellung der Blutzuckerwerte zu erreichen, verlassen sich viele Menschen mit Typ 1 Diabetes auf eine Insulinpumpe.
 
Eine Insulinpumpe ist ein kleines Gerät, etwa von der Größe eines Mobiltelefons, das einfach an einem Gürtel oder in einer Tasche getragen oder sogar am BH befestigt werden kann.
 
Mit Hilfe einer Insulinpumpe kann die natürliche Freisetzung von Basalinsulin aus der Bauchspeicheldrüse besser nachgeahmt werden, als bei einer Mehrfachspritzentherapie, da die Pumpe tagsüber und nachts  ständig kleine Mengen eines kurz wirkenden Insulins bereitstellt. Zusätzlich wird zu den Mahlzeiten, auf Knopfdruck an der Insulinpumpe, Insulin zur Verwertung der Kohlenhydrate abgegeben.  Dadurch kann die Insulinpumpentherapie die Anpassung des Insulins insbesondere nach dem Essen, während der Nacht  und auch beim Genuss von Alkohol erleichtern. Dies kann dazu beitragen, eine bessere Blutzuckereinstellung zu erreichen.
 
Anstelle häufiger Injektionen, ist bei einer Pumpentherapie nur alle 2-3 Tage ein Wechsel des Infusionssets nötig. Klinische Untersuchungen* bestätigen, dass Patienten mit Typ 1 Diabetes aller Altersgruppen, die von einer Spritzentherapie auf eine Insulinpumpentherapie umstellen, von einer besseren Lebensqualität und einer höheren Behandlungszufriedenheit berichten. 

Ohne die Pumpe hätte ich eher auf Drinks verzichtet. Heute, mit der Pumpe, ist der Umgang mit Alkohol viel leichter für mich. 

- AUDE


 

WIE HILFT DIE MINIMED® 640G INSULINPUMPE BEI DER KONTROLLE DER BLUTZUCKERWERTE?

Die MiniMed® 640G Insulinpumpe ermöglicht eine bessere Blutzuckerkontrolle, da sie in der Lage ist, die Insulinzufuhr anzupassen und so das Risiko von Hyper- und Hypoglykämien zu vermindern. Von diesen Vorteilen können die Nutzer einer Insulinpumpe profitieren:
 
  • Individuelle Basalrate 
    mit einer Insulinpumpe wird die Basalrate mit kurzwirksamen Insulin sichergestellt. Dies ermöglicht die Anpassung an den individuellen Insulinbedarf und sichert die Basis für eine normnahe Diabeteseinstellung besser als unter der Mehrfach-Spritzentherapie.
  • Einfachere Dosierung
    Das Berechnen des Insulinbedarfs ist eine komplexe Aufgabe, bei der viele Faktoren bedacht werden müssen. In die MiniMed® 640G integriert ist der BolusExpert®, ein Programm, welches Sie dabei unterstützt, eine exakte Dosierung sicherzustellen. Es berücksichtigt dabei noch im Körper wirkendes „aktives“ Insulin, die aktuellen Blutzuckerwerte, die Kohlenhydratmenge und die persönlichen Einstellungen, um die richtige Bolusinsulindosis festzulegen.
  • Weniger Injektionen
    Präzise Mengen kurz wirkendes Insulin werden während des gesamten Tages durch das Infusionsset abgegeben, das einfach entfernt und alle zwei bis drei Tage ersetzt werden kann.
  • Größere Flexibilität
    Die MiniMed® 640G kann bei sportlichen Aktivitäten, während einer Erkrankung oder zur Abdeckung von Snacks unverzüglich angepasst werden. Statt eine weitere Injektion zu verabreichen, wird dazu nur ein kleiner Knopf gedrückt. Es besteht auch die Möglichkeit, die Basalrate zeitweise (temporär) z.B. beim Sport abzusenken.
  • Mehr Komfort
    Die MiniMed 640G bietet zusätzlich die Annehmlichkeit eines drahtlos verbundenen Blutzuckermessgerätes. Dieses Messgerät sendet die Blutzuckerwerte automatisch an die Pumpe und ermöglicht so noch genauere Berechnungen durch BolusExpert®. Außerdem speichert sie diese Informationen gemeinsam mit
    der Insulindosis in einem digitalen Tagebuch.

IST EINE INSULINPUMPE DAS RICHTIGE FÜR MICH?

Viele Menschen mit Typ 1 Diabetes könnten von den Vorteilen einer Insulinpumpe profitieren, wissen aber nichts davon. Menschen, die mindestens eine der folgenden Erfahrungen gemacht haben, könnten mit einer Insulinpumpe eine bessere Einstellung erzielen:

  • HbA1c-Werte außerhalb des Zielbereichs
  • Probleme beim Management von Hyper- und Hypoglykämien
  • Verminderte Hypoglykämie-Wahrnehmung
  • Angst vor Hypoglykämien, insbesondere nachts
  • Sorgen in Bezug auf Folgeerkrankungen
  • Wunsch nach einer größeren Flexibilität im Alltag

Die Blutzuckerwerte lassen sich am besten im Zielbereich halten, wenn sie mindestens viermal pro Tag selbst bestimmt werden und die Therapie anhand der Werte jeweils entsprechend angepasst wird. Die MiniMed® 640G kann zusammen mit BolusExpert® diese Berechnungen und Anpassungen vornehmen und helfen, die Blutzuckereinstellung zu verbessern.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Insulinpumpentherapie und ob diese das Richtige für Sie sein könnte.

ZUSÄTZLICHE MÖGLICHKEITEN MIT DER MINIMED® 640G

Mit der MiniMed® 640G Insulinpumpe können Sie zusätzlich die Option der Kontinuierlichen Glukosemessung (Continuous Glucose Monitoring, CGM) nutzen. 
 
Wird die MiniMed 640G mit CGM genutzt, kann die innovative Funktion SmartGuard™ aktiviert werden, die den Einfluss von Hypoglykämien reduzieren kann.* Sinken die Glukosewerte gefährlich weit ab, kann SmartGuard¹ im Voraus berechnen, wie sich Ihre Glukosewert in den nächsten 30 Minuten entwickeln und daraufhin die Insulinabgabe automatisch aussetzen. Wenn sich Ihr Glukosewert wieder erholt hat, schaltet sich die Insulinzufuhr automatisch wieder ein. Dies kann ein großer Vorteil im Vergleich zu einer alleinigen Blutzucker-Selbstmessung sein, da die MiniMed® 640G mit CGM alarmiert, wenn zuvor festgelegt Grenzwerte über- oder unterschritten werden. Außerdem zeigt sie Ihnen die aktuellen Glukosetrends an.

MiniMed® 640G

 


 

QUELLEN

  • * Quellen und Referenzen sind auf Anfrage erhältlich; bitte kontaktieren Sie Ihren lokalen Medtronic Repräsentanten.

 

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